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Der Ballon im Bauch – Achtsamkeitsübung für Kinder und Erwachsene

Achtsamkeitsübung der Ballon im Bauch

Achtsamkeit für Kinder

Wie schön ist es wenn es Kindern gut geht, sie sich wohl fühlen und das Gefühl haben, mit allen kleinen und großen Ängsten umgehen zu können. Hierbei hilft Meditation und die Atmung.

Deshalb habe ich diese Ballon-im-Bauch Übung hier einmal zusammengefasst und freue mich von Euch zu hören, wie die Kinder es fanden und wie sie es empfunden haben. Kleine Hintergrundinfo: die Atemfrequenz (Häufigkeit der Atemzüge) sollte bei ca. zehn Atemzügen pro Minute liegen, muss aber nicht stoisch beachtet werden. Meine Erfahrung ist, je weniger Regeln vorab gemacht werden, desto besser fließt der Atmen.

Los geht es:

Vorbereitung:

Alle können sich bequem hinlegen oder auch hinsetzen, kuschelige Decke oder ein Kissen, genau so wie jeder sich wohl fühlt. Die Augen schließen, um die Körperempfindungen noch besser wahrnehmen zu können!

Legt die Hände auf den Bauch und achtet darauf wie sich beim Einatmen (durch Nase) die Bauchdecke hebt und beim Ausatmen wieder senkt – beim Ausatmen bewusst alles loslassen und entspannen.

Jetzt stellt Euch vor in Eurem Bauch befinde sich ein Ballon, der sich beim Einatmen mit
Luft füllt und beim Ausatmen strömt dann die Luft aus diesem Luftballon wieder hinaus. Brustkorb und Schultern werden bei der Bauchatmung so gering wie möglich eingesetzt.

(Die Bauchatmung hat eine beruhigende Wirkung. Dem Körper wird durch die Übung in der Entspannung mehr Sauerstoff zugeführt als durch eine schnelle, flache Brustatmung.)

Der Meditationsleiter zählt am besten mit: zwei Sekunden lang einatmet und dann zum Ausatmen umschaltet und innerhalb von drei Sekunden wieder vollständig ausgeatmet hat. Die Kinder sollen ihre Aufmerksamkeit nur auf den Atem und das Ein- und Ausatmen richten. Zur Hilfe kann man sich zu Beginn in Gedanken vorsagen „Ein- und aus(atmen)“.

Versucht tief einzuatmen und macht den Ballon groß – dann macht ihr ihn wieder ganz klein.
macht den Ballon groß beim einatmen und dann lasst alle Luft wieder raus, bis nichts mehr an Luft im Ballon übrig ist. Ein… aus….

Die Atemtiefe soll bequem sein aber  Anhand eines Luftballons kann man den Kindern auch zeigen, wie wichtig eine tiefe Atmung für eine Sauerstoffzufuhr ist (dennoch aber locker und nicht zu extrem einatmen, der Ballon soll ja nicht platzen.

 

„Der Atem ist wie eine Welle“

 

Schön ist auch das Bild einer Welle, die, wie der Atem, vor- und zurückgeht. Wenn andere Gedanken auftauchen, die mit der Übung nichts zu tun haben, ist das ok, die Gedanken fliegen mit dem Ballon weiter und der nächste Ballon findet wieder seinen Platz im Bauch. Mit zunehmender Übung werden die Gedanken immer öfter und einfacher auf den Atem gerichtet. Ablenkende Gedanken werden immer weniger.

Nachbereitung

Es ist schön wenn die Kinder nach der Übung in Ruhe zurückkommen und zum Beispiel in einer entspannten Atmosphäre im Anschluss „ihren Atemballon“ zeichnen und wenn sie möchten, können sie noch erzählen, wie sie sich gefühlt habe.

Viel Spaß bei der Übung!

Alles Liebe,
Merle ♥

Kind mit Ballon

Kind mit Ballon

Text: Merle Fesche Bild: